Wem gehört Keks?

Am letzten Mittwoch sind wir die Klasse 2b zum Leseladen auf der Marienburger Höhe gewandert, um dort unsere Bücher abzuholen, die wir demnächst im Unterricht lesen wollen. Nach einer sehr interessanten Buchvorstellung von "King Kong, das Geheimschwein" durch Frau Altmann-Hürter machten wir uns auf den Rückweg. Am Käsespielplatz brauchten wir eine Pause. Dort haben wir einen schwarzen, mittelgroßen Hund getroffen. Sein Herrchen oder Frauchen war nicht zu sehen. Der Hund war sehr lieb und wollte die ganze Zeit mit uns spielen. Wir tauften ihn auf den Namen "Keks". Wir haben ihm Tricks beigebracht, wie Stöckchen und Ball holen und Sitz machen. Er hat kein einziges Mal gebellt und wir hatten auch keine Angst vor ihm. Als es für uns Zeit war, den Spielplatz zu verlassen, ging der Hund wie selbstverständlich mit uns mit. Als uns ein Fahrrad entgegen kam, ist er sogar zur Seite gegangen. Bis in die Schule hat er uns begleitet. Im Klassenraum bekam er ein Schälchen Wasser. Dann haben wir gemeinsam überlegt, was wir jetzt tun könnten. "Der Besitzer macht sich bestimmt schon Sorgen", sagte ein Kind.


Frau Fiene informierte Herrn Elfers und Frau Eichhorn rief bei der Polizei an. Josepha und Pia hatten inzwischen aus Schlüsselanhängern eine Leine gebastelt. Die Polizei meinte, wir sollten beim Tierheim anrufen. Leider hatte dort niemand Zeit "unseren" Hund abzuholen.


Kurze Zeit später kam ein "Tierrettungswagen" von der Feuerwehr. Schnell machten wir noch ein paar Fotos und verabschiedeten uns von Keks. Einige Kinder weinten, weil er jetzt abgeholt wurde. Der Feuerwehrmann klappte an dem Rettungswagen eine Rampe herunter und im Inneren des Wagens sahen wir einen Hundekäfig. Keks ging brav die Rampe hinauf in den Käfig.

 

Am nächsten Tag in der Schule erfuhren wir, dass der Besitzer ermittelt werden konnte, weil der Hund einen Chip unter der Haut trug.

 

Keks wurde bereits nach 15 Minuten von den glücklichen Besitzern im Tierheim abgeholt. Sie hatten nicht bemerkt, dass Keks durch eine offene Kellertür entwischt war. Dieser Ausflug war Spitze!


Noah meinte begeistert: "Das war mein schönster Schultag!"